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Beratung und Therapie
Je eher Sie den Weg zu uns oder anderen Hilfsangeboten finden, desto
besser. Man muss nicht "ganz unten" sein, um süchtiges Verhalten
überwinden zu können. Es trifft aber auch zu: für eine
hilfreiche Unterstützung ist es nie zu spät, sofern man
bereit ist, etwas gegen seine Suchtprobleme zu tun. Und doch brauchen
Sie in der Regel Zeit und Orientierung, um sich über die weiteren
Behandlungs- und Betreuungsschritte klar zu werden. Hierzu bieten wir
ein Kontingent von regelmäßigen (kostenlosen)
Beratungsgesprächen und gegebenenfalls die Teilnahme an unserer
Orientierungsgruppe an. Alle Gespräche finden in geschütztem
Rahmen statt - wir unterliegen der Schweigepflicht.
Gegen Ende dieser mehrwöchigen Orientierungsphase steht die
Entscheidung für oder gegen eine weiterführende Behandlung.
Sollten Sie sich für eine Weiterbehandlung entscheiden, kann diese
ambulant oder stationär erfolgen. Konnten Sie bereits aus eigener
Kraft während der Betreuungszeit durch uns auf Ihr Suchtmittel
verzichten, kann der nächste Schritt der Weiterbehandlung direkt
eingeleitet werden. Ist bereits eine körperliche Abhängigkeit
(Alkohol, Medikamente, illegale Drogen) eingetreten und treten bei
Absetzen des Suchtmittels Entzugserscheinungen auf, ist vor einer
solchen weiterführenden Entwöhnungsbehandlung in der Regel
erst eine stationäre Entgiftung in einem Krankenhaus vor Ort
erforderlich, um den akuten Entzug medizinisch begleiten zu
können. Diese Entgiftung dauert je nach Verlauf 3 bis 10 Tage.
- Ambulante Therapie (ambulante Rehabilitation)
Bei der Durchführung einer ambulanten Therapie bleiben Sie in
Ihrem gewohnten sozialen Umfeld eingebunden und haben die
Möglichkeit, gewissermaßen "vor Ort" Ihr Suchtproblem
anzugehen.
Schwerpunkte sind regelmäßige wöchentliche Einzel- und
Gruppengespräche, außerdem können je nach Bedarf auch
Paar- oder Familiengespräche angeboten werden.
Für die ambulante Therapie (bei Alkohol- und/oder
Medikamentenabhängigkeit) entstehen in der Regel keine eigenen
Kosten. Wir sind von den Rentenversicherungsträgern und
Krankenkassen als ambulante Therapieeinrichtung im "Therapieverbund
Alfeld - Holzminden - Hildesheim" anerkannt.
- Stationäre Therapie (stationäre Rehabilitation)
Ist spätestens nach dem Ende der Orientierungsphase bei uns
absehbar, dass es Ihnen in Ihrem aktuellen Umfeld vermutlich nicht
gelingen wird, auf das Suchtmittel zu verzichten, bietet sich die
Vermittlung in eine tagesklinische oder stationäre Behandlung in
einer Suchtfachklinik an, die wir auf Wunsch durchführen. Wir
helfen Ihnen bei der Beantragung und bereiten Sie auf die Therapie vor.
Während der Behandlung begleiten wir bei Bedarf und in Absprache
mit den Betroffenen die Angehörigen. Auch können während
der "Heimtage" bei uns Beratungstermine vereinbart werden, unter
anderem, um die Nachsorge in unserer Einrichtung vorzubereiten.
- Nachsorge (ambulante Weiterbehandlung)
"Aller Anfang ist schwer…" oder "Theorie und Praxis…":
Der Abschied aus der stationären Behandlung und die Rückkehr
in das gewohnte Umfeld ist oft nicht ganz einfach. Sowohl Sie als
nunmehr zur Abstinenz Entschlossene/-r als auch Ihr Umfeld müssen
lernen, mit dieser neuen Situation umzugehen und die therapeutischen
Veränderungen in den Alltag zu integrieren. Um den
Behandlungserfolg zu sichern, können Sie nach der Beendigung der
stationären Behandlung zu uns in die Nachsorge kommen. Hierzu
bieten wir ebenfalls ambulante Einzel-, Paar- und Gruppengespräche
an. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit Selbsthilfegruppen zusammen, in die wir gegebenenfalls ergänzend weitervermitteln.
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Suchtberatung Holzminden
Fachstelle für Sucht und Suchtprävention, STEP gGmbH, Holzminden
Obere Str. 43, 37603 Holzminden, Tel. 05531-990727-0, Fax 916393
suchtberatung.holzminden@step-hannover.de
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