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Die meisten Gefangenen, die von uns beraten werden, befinden sich in Untersuchungshaft. Sie sind häufig im Entzug oder haben ihn gerade überstanden. Viele von ihnen sind zum ersten Mal seit langer Zeit wieder drogenfrei. Was bedeutet das für die Betroffenen?
Für einige ist der Haftalltag so unerträglich, dass sie erneut zu Drogen greifen, um ihm zu entfliehen. Konflikte mit anderen Gefangenen oder dem Anstaltssystem sind nicht selten die Folge.
Andere betrachten die Zwangs-Drogenfreiheit als Chance und versuchen, wieder Perspektiven für ihr Leben zu entwickeln.
Wir sind Ansprechpartner für beide Gruppen und jede(r) abhängige Gefangene findet bei uns Unterstützung bei seinen oder ihren persönlichen Problemen. Wir bieten Krisenintervention, wir prüfen die Möglichkeiten von "Therapie statt Strafe", wir unterstützen bei der Entwicklung von Perspektiven.
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Begleitung für die Zeit in Haft Perspektiven für die Zeit danach
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Ein Teil der Gefangenen wird in der Haft betreut. Die Gespräche finden unter vier Augen statt, ihre Inhalte richten sich nach den jeweiligen Bedürfnissen: Alltagsprobleme im Vollzug, Entwicklung von Lösungsstrategien, Stärkung des Problembewußtsein auch nach außen.
Ein anderer Teil kommt regelmäßig in unsere Beratungsstellen. Diese Gefangenen leben häufig in einer Zeit des Umbruchs. Der Vollzug ist gelockert, Ausgänge sind erlaubt, die Entlassung rückt in greifbare Nähe. Diese Situation birgt nicht nur Chancen, sondern auch neue Risiken und Ängste: Die Gefahr von Rückfällen steigt, und fehlende Zukunftsperspektiven werden schmerzlicher. Wir versuchen deshalb vor allem, zusammen mit den Betroffenen Strategien für Rückfallsituationen zu erarbeiten und Perspektiven zu entwickeln für eine Zeit nach der Haft ohne Drogen.
Für inhaftierte Drogenabhängige geeignete Therapien zu finden, sie zu vermitteln und sie bei einem Start in ein drogenfreies Leben zu unterstützen - das ist eines unserer erklärten Ziele.
Doch nur eines! Ebenso wichtig finden wir es, ihnen während der Haft Beratung, Betreuung und Begleitung anzubieten. Als Menschen.
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