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Was ist das eigentlich ?
Ambulante Rehabilitation, kurz ambulante Reha, bedeutet Gruppen- und Einzeltherapie mit dem Ziel, ein drogenunabhängiges und eigenverantwortliches Leben zu führen. Dazu gehört auch die Integration oder Reintegration ins, bzw, die Vorbereitung aufs Berufsleben. Nähere, Informationen finden Sie in unserem Behandlungsvertrag sowie in persönlichen Berichten Betroffener.
Für wen ist ambulante Reha ?
- Wenn Sie sich aus Ihrer Drogenabhängigkeit lösen wollen, eine Entgiftung allein nicht ausreicht,
- wenn Sie bereit und in der Lage sind, während der Behandlung abstinent zu leben,
- wenn eine, stationäre oder teilstationäre Therapie, aus welchen Gründen auch immer, nicht in Frage kommt,
- wenn ausreichende Unterstützung durch Familie, Arbeitsplatz, Freunde, Hobbies u.a. gegeben sind,
- wenn Sie Termine und Absprachen verbindlich einhalten können,
dann könnte ambulante Reha das Richtige für Sie sein. Wir vereinbaren gerne ein paar Gespräche mit Ihnen, um alles weitere zu besprechen.
Wann kommt ambulante Reha nicht in Frage ?
- Wenn Sie in Haft sind.
- Wenn Sie akut an einer Psychose erkrankt sind.
- Wenn Sie weiterhin Drogen konsumieren oder Drogengeschäften nachgehen.
Was ist zu tun ?
Wenn Sie meinen ambulante Reha könnte das Richtige für Sie sein, sollten Sie eine kurze Bewerbung und einen Lebenslauf schreiben und über die offene Sprechstunde Kontakt zur Drobs aufnehmen. Dort können Sie alles weitere mit unseren KollegInnen besprechen. Diese helfen Ihnen auch bei der Beantragung der Kosten für die ambulante Reha.
Die ambulante Rehabilitation der Drobs ist nach § 35 BtmG (Therapie statt Strafe) anerkannt.
Berichte Betroffener
- Warum ambulante Therapie für mich wichtig ist?
Mittlerweile mache ich jetzt schon über 1 Jahr ambulante Therapie. Die ersten Sitzungen waren mehr ein Kennenlernen zwischen meiner Therapeutin und mir. Dann fing ich an Vertrauen zu fassen und fühle mich jetzt so gut aufgehoben und möchte z.Zt. darauf auch keineswegs verzichten.
Geholfen hat mir vor Allem die Unterstützung im Alltag, bei der Planung meiner Ausbildung, Beziehung usw. Es ist schön einen Ort wie diesen zu haben und in Anspruch nehmen zu können.
- Puhhh - ich hatte es geschafft!
9 Monate stationäre Langzeittherapie lagen hinter mir...
Es war mit Sicherheit nicht immer einfach, doch ich hatte das Gefühl, viel gelernt zu haben. Ich zog für zwei Monate in die betreute Wohngemeinschaft der Adaptionsphase, doch dann hatte ich das Gefühl, es wäre nun Zeit für eine eigene Wohnung. Mein Freund und ich unterschrieben den Mietvertrag und zogen dann um.
Schnell wurde klar, dass "etwas zu lernen" und "das Gelernte umzusetzen" nicht unbedingt das selbe war. Draußen clean klarzukommen, nicht mehr die Unterstützung der Gruppe zu haben, sondern "ganz allein" für sich zu sorgen war nicht einfach. Schnell kamen erste Konflikte und Schwierigkeiten auf und es wurde deutlich, dass ich etwas tun musste, wenn ich nicht wieder abschmieren wollte.
Ich erinnere mich gut an mein erstes Gespräch in der Drobs mit meiner Bezugstherapeutin. Die zuständig Therapeutin sagte, dass sie zur Zeit eigentlich gar keinen Platz frei hätte, doch nachdem wir uns eine Stunde unterhalten hatten war klar, dass ich jetzt Hilfe brauchte.
Wir verabredeten wöchentliche Gespräche.
Die ersten Wochen waren eher eine "Pflichtveranstaltung" und ich nahm es mit den Terminen nicht so ernst. Nach ein paar Malen sollte ich mir dann überlegen, ob ich tatsächlich regelmäßig kommen wolle.
Ich entschied mich dafür. Daraus wurden mehr als zweieinhalb Jahre!
Es hat noch einige Zeit gedauert, bis ich wirklich Vertrauen fassen konnte. So richtig deutlich wurde mir das erst, als ich einen Rückfall hatte und meine Therapeutin zunächst die Einzige war, der ich davon erzählte. Aber es gab natürlich nicht nur Krisen, die ich mit ihr besprach. Ganz oft nutzte ich diese Treffen, um einfach "zu sortieren", Was liegt gerade an? Womit geht es mir gut? Womit geht es mir nicht gut? Was will ich nicht und vor allem was wollte ich eigentlich? Manchmal wendeten wir den Blick auch noch mal zurück und schauten meine Geschichte an.
Sehr wichtig war diese Zeit auch für die Beziehung, die ich damals hatte; immer wieder zu gucken, an welchen Stellen es hakte, was auch meine Anteile daran waren und wie ich damit umgehen konnte.
Ich habe mittlerweile immer noch Kontakt zu meiner damaligen Therapeutin und ich weiß, dass ich mich jederzeit wieder an sie wenden würde, wenn es mir wirklich schlecht ginge.
Noch heute glaube ich, dass die Zeit nach einer Therapie so ziemlich die schwerste ist und wenn mir jemand sagt, dass er sich unsicher ist, ob er eine Therapie im Anschluss machen soll, dann sage ich ihm:
"Nimm, was Du bekommen kannst, denn Du wirst es brauchen!"
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