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für einen eigenverantwortlichen, risikoarmen und genussorientierten Umgang mit Rauschmitteln und Alltagsdrogen (entwickelt und aufgestellt vom Jugend- und Suchtberatungszentrum Hannover.)
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Regel 1: Es gibt keine Droge, die dich gut drauf bringt, wenn du schlecht drauf bist
Wer mit Rauschmitteln umgehen will, muss mit sich selbst umgehen können, seine eigenen Gefühle und Stimmungen erkennen und ernst nehmen.
In einer guten Grundstimmung kann man sich hochpushen, denn wenn es nach dem Rausch wieder auf Null geht, fühlt man sich ähnlich wie vorher - also gut. So vermeidet man den Drang zur Wiederholung, um vielleicht irgendwelchen Problemen auszuweichen. Also: Schlechte Stimmung akzeptieren und sich den Rausch für bessere Tage aufbewahren.
Regel 2: Weniger ist mehr
Je weniger und seltener man Rauschmittel konsumiert, desto wahrscheinlicher ist eine positive Wirkung. Außerdem muss man seine eigenen Grenzen erkennen und akzeptieren, um Überdosierungen zu vermeiden. Wer eine gesunde Genussfähigkeit entwickelt, kann auch Angeboten widerstehen.
Regel 3: Mischkonsum ist Mist
Meistens hebt sich die Wirkung verschiedener, gleichzeitig eingenommener Drogen gegenseitig auf oder verfälscht den Rausch, d. h. dass das Erlebte meist weniger intensiv wahrgenommen wird. Zudem kann es gesundheitsgefährdend sein, Drogen zu mischen: z.B. Ecstasy und Alkohol oder LSD und Speed. Deshalb sollte man möglichst nicht mischen, die Selbstkontrolle wahren und den Überblick behalten. Begrenzter Monokonsum ist risikoärmer und genussvoller.
Regel 4: Nimm nichts, wovon Du nichts weißt und wovor Du Angst hast
Wenn man vor einer Droge Angst hat, kann der Rausch schnell sehr unangenehm werden, besonders bei Halluzinogenen. Deshalb ist es wichtig, sich vorher über die Wirkung genau zu informieren und bei Unsicherheiten und Angst besser nichts zu nehmen. Der Respekt vor Rauschmitteln setzt Respekt vor der eigenen Persönlichkeit voraus.
Regel Nr. 1 und 4 gelten nicht im Umkehrschluss.