| Ein Kind, das sich wohl fühlt und selbstsicher ist, kann Drogen besser widerstehen. Weisen Sie ihm den Weg. Nicht nur durch das, was Sie sagen, sondern vor allem dadurch, wie Sie leben. Sie müssen nicht perfekt sein (perfekte Menschen sind schwer zu ertragen), und Sie müssen nicht immer gute Laune haben. Aber sein Sie ehrlich, zu sich selbst und zu Ihren Kindern nicht nur, was den Umgang mit Suchtmitteln betrifft. Akzeptieren Sie Ihre Vorbildrolle, aber akzeptieren und fördern Sie auch die eigenständige Persönlichkeit Ihrer Kinder. Was können Sie im einzelnen tun? |
| Öffnen Sie Freiräume... Kinder wollen sich ausprobieren, die Welt erforschen und ihre eigenen Erfahrungen machen. Nur so können sie ihre Fähigkeiten kennen lernen und Erfolgserlebnisse haben. Das gilt für Kinder jeden Alters (und auch noch für Erwachsene), wobei sich die Räume natürlich erweitern und verändern. Bei kleinen Kindern ist es vielleicht das Alleine-auf-den-Spielplatz-gehen. Bei älteren Kindern kann es auch das Ausprobieren von Drogen sein. |
| ...aber ziehen Sie auch Grenzen. In Freiräumen ohne Grenzen sind Kinder orientierungslos und manchmal auch gefährdet. Geben Sie Orientierung, aber verbieten Sie nicht einfach. Wichtig sind Erklärungen, Verbindlichkeit und Vorbild. |
| Loben Sie! Lieber mehr als zu wenig. Nichts ist besser für Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl als Anerkennung. Loben Sie Ihr Kind für Erfolge und auch für Bemühungen darum. Reden Sie viel über Gelungenes und weniger über Misserfolge. So bekommt Ihr Kind das Gefühl, dass es sein Leben in den Griff kriegt und Probleme bewältigen kann. |
| Versuchen Sie nicht, unfehlbar zu sein. Oder so zu scheinen. Eltern sind auch (nur) Menschen. Geben Sie Fehler zu. Das schafft Nähe, stärkt langfristig Ihre Glaubwürdigkeit und lehrt Ihre Kinder, mit eigenen Fehlern ehrlicher und konstruktiver umzugehen. |
| Fördern Sie Lebendigkeit. In unserer Welt wird viel konsumiert und wenig selber gemacht. Versuchen Sie, anders zu leben. Fördern Sie Kreativität, reden Sie viel miteinander, erleben Sie gemeinsam Natur und Abenteuer. |
| Genießen (!) Sie Rauschmittel. Missbrauchen Sie sie nicht! Rauschmittel sind Teil unserer Welt, und natürlich können Sie Situationen des Alltags verschönern. Vorausgesetzt, sie werden wirklich genossen und nicht wahllos oder unmäßig konsumiert. Versuchen Sie, Ihre eigene Genussfähigkeit zu entwickeln (wenn Sie das noch nicht getan haben) und Genussfähigkeit zu vermitteln. |
| Machen Sie Drogen zum Thema, nicht zum Krampf. Ihre Kinder sind alt genug, dass Sie anfangen, sich Sorgen über möglichen Drogenkonsum zu machen? Dann sprechen Sie darüber. Reden Sie über Ihre Ängste. Das ist vielleicht schwierig. Aber es ist noch schwieriger, erst bei einem konkreten Verdacht mit Gesprächen zu beginnen. |
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| Nehmen Sie Gefühle wichtig. Sowohl Ihre eigenen, als auch die der Kinder, sowohl positive, als auch negative. Angst, Zweifel, Trauer und Sehnsüchte gehören zum Leben - auch wenn wir das nicht immer wahrhaben wollen. Lassen Sie diese Gefühle zu, reden Sie mit Ihren Kindern darüber. Negative Gefühle sind oft ein Signal, dass Veränderungen notwendig sind. Versuchen Sie gemeinsam, einen Weg zu finden. |
| Geben Sie Ihren Kindern ein gutes, sicheres Gefühl. Zeigen Sie Ihnen, dass Sie sie lieben. Nicht dafür, dass sie artig waren, sondern - einfach so. Nur mit dieser Sicherheit können Kinder ihr Grundvertrauen entwickeln. Streit kommt vor und ist wichtig. Aber versöhnen Sie sich hinterher. |
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