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Kontakte mit Drogen sind bei Jugendlichen gar nicht so selten. Also erst einmal: keine Panik.
Cannabis, zum Beispiel, ist zwar illegal, aber in vieler Hinsicht nicht gefährlicher als Alkohol und für Jugendliche häufig Teil einer bestimmten Entwicklungsphase. Auch Ecstasy ist eng mit einer bestimmten Jugendkultur und Lebensphase verbunden.
Das Ausprobieren von Drogen gehört für viele Jugendliche zum Erwachsenwerden. Versuchen Sie also, gelassen zu bleiben, und suchen Sie das Gespräch.
Stimmt was nicht?
Häufig werden Eltern durch Verhaltensänderungen ihrer Kinder darauf aufmerksam, dass etwas nicht stimmt. Die Kinder (bzw. Jugendlichen) wirken gelangweilt, desinteressiert und freudlos. Sie treffen sich nicht mehr mit ihren Freunden, sie sind übermäßig unsicher und unselbständig oder depressiv. Das alles können Anzeichen für Drogenkonsum sein. Müssen aber nicht.
Gewissheit können Sie bekommen, wenn Sie mit Ihrem Kind reden. Tun Sie es so ruhig wie möglich, zeigen Sie Interesse, zeigen Sie auch Ihre Ängste. Vorwürfe, Drohungen und Strafen erreichen nichts - außer, die Not zu vergrößern.
Manchmal reden Kinder mit jedem - nur nicht mit den eigenen Eltern. In dem Fall sehen Sie sich im Freundes- und Verwandtenkreis um. Oft sind es gerade Außenstehende, mit denen Kinder ein vertrauliches Gespräch führen möchten.
Warum nimmt Ihr Kind Drogen? Was findet es gut daran?
Machen Sie diese Frage zum Gesprächsthema. Schildern Sie nicht gleich die Gefahren, sondern versuchen Sie herauszufinden, welche positiven Empfindungen Ihr Kind mit Drogenkonsum und Rausch verbindet. Erst, wenn Sie dies wissen, können Sie erahnen, was Ihr Kind vermisst und anders nicht bekommen kann. Oder glaubt, nicht bekommen zu können.
Wenn Sie Defizite, Wünsche, Bedürfnisse Ihres Kindes erkannt haben, können Sie nach Alternativen zum Drogenkonsum suchen und die Persönlichkeit Ihres Kindes entsprechend fördern.
Wahrscheinlich bedeutet das, dass Sie auch an Ihrem Familienleben etwas ändern werden. Mehr Miteinander, mehr gemeinsame Aktivitäten spielen eine wichtige Rolle.
Hilfe für Abhängige
Auch wenn man alles getan hat, was man konnte, passiert es manchmal: Ein Kind wird süchtig. Wenn Sie ihm jetzt helfen wollen, brauchen Sie professionelle Unterstützung. Haben Sie keine Hemmungen uns anzurufen! So bald wie möglich! Sie erreichen uns immer montags bis freitags von 13.00 bis 17.00 Uhr.
0511 - 70 14 60
Im Jugend- und Suchtberatungszentrum Hannover haben wir viele Kinder kennen gelernt, die wie Ihres abhängig geworden sind, und wir kennen Wege aus der Sucht.
Drogenabhängigkeit ist ein schwieriges Problem, aber kein Grund, sich zu verstecken. Ganz im Gegenteil: Gehen Sie 'raus, reden Sie mit Ihren Freunden, schließen Sie sich einer Selbsthilfegruppe an. Adressen bekommen Sie von uns.
Der Austausch mit anderen wird Ihnen helfen, mit Ihrer schwierigen Situation fertig zu werden, Lösungen zu finden - und Trost
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