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Drogenfreiheit ist Ehrensache

Sucht lernen Menschen schon als Kinder. Meist sind die Verbindungen zu den Eltern gestört, und allzuoft sind bereits für die Eltern Suchtmittel vermeintliche Problemlöser. Wer in der Familie nicht lernt, gesunde Beziehungen aufzubauen, hat später Probleme mit Freunden, Mitschülern und Lehrern. Das Leben wird zugleich schwieriger und einsamer.

Wir möchten abhängigen jungen Menschen die Chance geben, zu lernen und zu erfahren, was sie nie in ihrem Leben lernen und erfahren konnten: Solidarität, Geborgenheit und die Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben.
Drogen scheinen die Antwort zu sein. Sie vermitteln gute Gefühle und füllen die Leere. Sie öffnen neue Welten – und sind zudem oft eine vertraute Lösung. Denn auch falsche Vorbilder sind Vorbilder.

Ein Mensch ist drogenabhängig geworden. Nach einiger Zeit geht es ihm immer schlechter, und irgendwann verspürt er vielleicht den dringenden Wunsch aufzuhören. Sich zu befreien. Doch: wie?

Er oder sie hat nicht gelernt, sich selbst zu vertrauen. Bedürfnisse zu erkennen, Initiative zu ergreifen, Ziele zu verfolgen, auf Unterstützung zu bauen, andere Menschen in die Lebensplanung einzubeziehen. Ihm oder ihr ist ein Leben ohne Drogen fremd.