Die Geschichte der STEP ist fast so alt wie die Drogenszene in Deutschland. Unsere Arbeit begann Anfang der 70er Jahre mit einer kleinen Drogenberatungsstelle (Drobs) in Hannover und einer therapeutischen Wohngemeinschaft in Bennigsen im Deister.
Im Laufe der nächsten Jahre und Jahrzehnte veränderte sich die Suchthilfelandschaft mehrmals – und die STEP veränderte sich auch.
Zunächst war unsere Arbeit sehr stark von dem Ziel geprägt, Drogenabhängigen zu nachhaltiger Abstinenz zu verhelfen. Dazu wurden mehrere stationäre Einrichtungen aufgebaut und durch Angebote der Nachsorge ergänzt.
Mitte der 80er Jahre sorgte eine veränderte Rechtsauffassung für einen Wandel: Waren bis dahin die Sozialhilfeträger Ansprechpartner gewesen, erklärten jetzt die Rentenversicherungsträger ihre Zuständigkeit für weite Bereiche der Drogenarbeit. Die wirtschaftlichen und inhaltlichen Anforderungen wuchsen. Aus den therapeutischen Wohngemeinschaften wurden medizinische Reha-Zentren und die Therapieangebote der Einrichtungen wurden individualisierter und differenzierter. Die STEP schuf einen Behandlungsverbund mit Kontakt-, Beratungs- und Vorsorgungseinrichtungen im ambulanten Bereich und abstinenzorientierten Angeboten im stationären Bereich, der niedrigschwellige und hochschwellige Hilfen wirkungsvoll verknüpfte und ein funktionierendes Suchthilfenetzwerk darstellte.
In den 90er Jahren weiteten wir unsere Arbeit auf die Beratung und Behandlung bei legalen Süchten aus. Durch Vergrößerung und Diversifizierung konnten wir uns immer besser auf die sich ständig verändernden politischen und fachlichen Anforderungen an die Suchthilfe einstellen.
Ab 2003 begannen wir mit der Planung für die Zusammenlegung der kleineren Rehabilitationseinrichtungen zu zwei Fachkliniken für Abhängigkeitskranke. Sie ermöglichen die Behandlung der verschiedenen Suchtkranken unter einem Dach. Mit diesen Kliniken und weiteren Projekten werden wir auch weiterhin zukunftsweisend in der Sucht- und Jugendhilfe tätig sein.
Während all der Jahre sind jedoch wichtige Größen unverändert geblieben: den Menschen mit Achtung und Würde zu begegnen, fürsorglich zu sein und dabei das Selbstbestimmungsrecht zu achten, die Unterstützung zur Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben, gehört zu den wichtigsten Werten der STEP.
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